Familienplanung mal anders

Oder die Geschichte von Bucketlist Punkt #50

Einer meiner größten Wünsche war immer schon eine große Familie zu gründen. Ich wollte immer mindestens zwei Kinder, und als es dann so weit war und ich mit Haylie schwanger wurde, war ich der glücklichste Mensch auf Erden. Ich habe mich so darauf gefreut Mama zu werden, und als Sie dann geboren wurde und ich mich offiziell Mama nennen durfte, platzte ich fast vor Glück.

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Überglücklich am Tag von Haylies Geburt

Vor meinem inneren Auge sah ich uns schon als große Familie unterm Weihnachtsbaum sitzen oder Haylie fit und gesund mit ihren Geschwistern, einem kleinem Brüderchen und einer Schwester, die Ostereier im Garten meiner Oma suchen, genau wie wir damals als Kinder. In meiner Vorstellung war alles so perfekt. Eine süße kleine Familie mit perfekten Bildern in einem perfekten Fotoalbum, das zeigte wie glücklich wir sind.

Aber es kam alles anders. Mit Haylies Diagnose, an unserem D-Day im Juli 2011, änderte sich alles. Keine Pläne mehr. Keine weiteren Kinder. Keine Familie.

Zumindest war klar, dass die Familienplanung nun nicht mehr so einfach war. Da die Chance bei jedem weiterem Kind das ich mit Haylies Papa bekommen hätte bei 25% lag, also 1:4, dass es ebenso wie Haylie am Tay-Sachs Syndrom erkranken würde, lag die Familienplanung erst mal auf Eis. Wir hatten noch Möglichkeiten, klar. Jedoch wäre das entweder auf gut Glück wieder schwanger zu werden und dann anhand einer Chorionzottenbiopsie oder einer Amniozentese das ungeborene Kind untersuchen zu lassen, und wäre der Test positiv, dann könnte/dürfte ich abtreiben. Auch eine sogenannte Spätabtreibung wäre dann „erlaubt“ gewesen. Das allerdings hätte mir das Herz gebrochen, und auch diese Tests sind nicht zu 100% zuverlässig. Ich glaube ich hätte kein Kind abtreiben können. Nicht wenn ich das kleine Herzchen am Ultraschall bereits schlagen gesehen hätte.

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Haylie am Tag ihrer Geburt

Die andere Möglichkeit wäre eine IVF (in vitro fertilisation) mit PID (Präimplantationsdiagnostik) im Ausland gewesen, denn in Österreich war dies zu diesem Zeitpunkt nicht legal. Einfach gesagt hätte man dabei meine Eizellen entnommen und in einer Petrischale mit dem Sperma von Haylies Papa befruchtet. Dann hätte man sie einige Zeit wachsen lassen und dann direkt auf das Tay-Sachs Syndrom untersucht. Die „gesunden“ Embryos hätte man dann implantieren – also einpflanzen können und die „kranken“ hätte man vernichtet. Zu diesem Zeitpunkt wären die Babys allerdings noch keine Babys in dem Sinn – mehr eine Anhäufung von Zellen – kein Herzschlag – keine emotionale Bindung.

Das hätte ich mir schon vorstellen können – wäre da nicht ein Haken: Die Behandlung mit Hormonen um genug Eizellen zu züchten ist sehr beschwerlich, und die ganze Prozedur hätte je nach Land zwischen 6 und 10.000 Euro gekostet – pro Versuch!

Die dritte Option wäre Adoption gewesen, und auch das hätte ich mir sehr gut vorstellen können, allerdings sind die Anforderungen dafür sehr streng – und alleine schon weil wir kein Eigentum hatten und aus einigen anderen Gründen wäre auch das nichts geworden.

Es war also schnell klar dass ich wohl keine Kinder mehr bekommen würde, zumindest nicht in nächster Zeit. Diesen Herzenswunsch aufzugeben brach mir fast das Herz.

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Foto by Afra Hämmerle-Loidl http://www.f-stop.at

Doch das Leben läuft eben nie wie man es plant, und mit der Trennung von Haylies Vater boten sich nun neue Chancen auf eine Familie, die Chance auf ein gesundes Kind, für uns beide.

Und als ich dann Stefan kennen lernte und er Haylie voll und ganz akzeptierte, sich auf mich, auf uns einließ – wohl wissend wie es enden würde – und in dem Wissen genauso zu leiden wie ich wenn Haylie irgendwann dann ihren Kampf verlieren wird, da wuchs in mir die Hoffnung dass sich mein Wunsch am Ende vielleicht doch noch erfüllen würde.

Ein neuer Wunsch, ein neuer Traum wuchs in mir. Der Wunsch dass Haylie noch die Chance haben würde ein zukünftiges Geschwisterchen kennenzulernen. Zu erfahren wie es ist wenn es ein kleines Menschlein gibt, dass einen bedingungslos liebt und akzeptiert, dass in ihr nur die große starke Schwester sehen würde, und nicht nur das tot kranke Kind.

Ich wünschte mir auch für mich und für ihr zukünftiges Geschwisterchen das ich dem kleinen Menschlein in der fernen Zukunft Bilder zeigen könnte, von der großen Schwester im Himmel – Bilder auf denen sie miteinander kuscheln, auf denen sie beide abgebildet sind.

Und am 19.August diesen Jahres ging dieser Herzenswunsch in Erfüllung!

Haylies kleine Schwester Helena Hope, die wir uns so herbei gewünscht haben, wurde geboren!

Nach dem Entschluss noch ein Baby zu bekommen, hat es nicht mal einen Monat gedauert und der Schwangerschaftstest zeigte uns zwei Striche! Unsere Freude war unendlich und unsere Hoffnung war ebenso groß dass Haylie noch bis zur Geburt durchhalten würde.

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Helena Hope ist da!

Nach 40 Wochen und 8 Tagen Schwangerschaft war es dann endlich soweit – Helena Hope kam nach einem Wehencocktail mit Rizinusöl und zwei Akupunkturen, etwa zehn Stunden Wehen, um 14:59 mit einer Länge von 54cm und einem Gewicht von 3680gramm zu Welt! Und schon einen Tag später durfte sie ihre große Schwester Haylie kennen lernen.

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Zwei Schwestern lernen sich kennen

Fünf Wochen ist das nun schon her, und wir haben uns mittlerweile schön eingelebt. Genießen den Alltag als vierköpfige Familie, der uns ganz schnell eingeholt hat 🙂 Vor allem die Nächte können ganz schön anstrengend sein, aber unser Glück ist so immens, das wir das alles nur zu gern auf uns nehmen!

Ich hatte vor und während der Schwangerschaft immer große Angst das ich ein zweites Kind vielleicht nicht so unendlich lieben würde wie Haylie. Weil Haylie einfach so besonders ist und wir von Anfang an so eine Einheit waren, wir beide. Meine Stiefmama sagte oft wir wären verschmolzen – so innig war unsere Bindung – und das von Anfang an. Wie könnte ein zweites Kind da mithalten? Wie sollte ich meine Liebe nun auf zwei Kinder aufteilen? Würde Haylie dann vielleicht zu kurz kommen, wenn das Baby zu viel Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen würde?

Meine Ängste waren völlige Zeitverschwendung. Ich habe mein Herz damals an Haylie verloren und nun gleichermaßen an Helena. Es ist nicht so, dass ich meine Liebe nun aufteilen müsste und irgendjemand zu kurz kommt. Es ist mehr so als hätte ich noch ein zweites Herz bekommen, noch einmal zusätzlich die selbe immense Summe an Liebe. Als wäre meinem Herzen eine weitere Kammer voller Liebe gewachsen die nur für Helena ist.

Mein Glück ist aufs doppelte gewachsen! Ich schwebe sozusagen auf Wolke 7 🙂

Und das schönste ist das ich nun alles so erleben darf wie ihr Mamas da draußen es nur zu gut kennt. Wenn das Kind gesund ist und normal heranwächst. Normale Meilensteine. Kindergarten, Einschulung, Ausbildung. Das erste Wort, das erste Schimpfwort, der erste Streich, das erste aufgeschlagene Knie, das erste Mal verliebt sein, das erste gebrochene Herz. Das alles werde ich nun auch erleben dürfen.

Und das schönste: Ein Kind wird mich Mama nennen.

In ein paar Jahren werde ich am Muttertag auch ein selbstgebasteltes Geschenk oder eine selbstgeschriebene Karte bekommen. Ich werde all das nun auch erfahren.

Und deshalb bekam meine zweite Tochter den Zweitnamen Hope. Weil ich nun wieder Hoffnung haben darf. Weil sie unserer Familie ein bisschen Normalität gibt und ich ein bisschen mehr zur normalen Mama werden darf.

Und Haylie wird weiterhin mein besonderes Mädchen sein, meine erste große Liebe. Der Mensch der mir gezeigt hat was bedingungslose Liebe bedeutet. Der erste Mensch der in mein Leben kam, für den ich meines sofort geben würde.

Und nun ist sie eine große Schwester!

Punkt #50 ihrer Bucketlist „ein zukünftiges Geschwisterchen kennenlernen – eine große Schwester sein“ ist abgehakt!

Und ich bin einfach nur überglücklich, eine Mama von zwei Töchtern!

Könnte das Leben schöner sein?

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Meine zwei Mädels sind mein ganzer Stolz!

 

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Top 10 Wehen einleitende Hausmittel – Was hilft wirklich?

Mein letzter Schwangerschaftstagebuch Eintrag: #10

Wir haben es geschafft! Meine Zweite Tochter Helena Hope wurde geboren! Mit ganzen acht Tagen Verspätung hat sie sich nach fast zehn Stunden schmerzhafter Wehen letztendlich zu uns gesellt!

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Haylie ist nun endlich eine große Schwester, ich eine Zweifach-Mami und unsere kleine Familie ist endlich komplett! Unser Glück könnte nicht größer sein!

Seit über einer Woche sind wir nun schon zuhause und leben uns langsam ein in unseren Alltag zu viert. Ihr könnt euch vorstellen das es neben Haylies Pflege und dem Haushalt nun mit der kleinen Helena zeitweise fast ein bisschen drunter und drüber geht 🙂 Aber es ist einfach nur wunderschön.

Nichts könnte mich mehr glücklich machen als meine zwei Töchter miteinander kuscheln und aufwachsen zusehen, egal wie lange wir haben werden zu viert. Es ist wunderschön, dass meine beiden Mädels die Chance haben sich kennen zu lernen und dass ich die Chance habe noch ganz viele Bilder zu machen und mich als glückliche zweifache Mami fühlen zu dürfen. Wir genießen also jede freie und vor allen ruhige Minute als Familie und versuchen so viele Erinnerungen wie möglich zu schaffen.

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Haylie genießt es sehr eine kleine Schwester zu haben! Es ist so schön zu sehen wie sie auf Helena reagiert, wie sich ihre Augen weiten, wenn ich Helena zu ihr lege, und auch zu sehen wie Helena ganz interessiert und neugierig zu ihrer großen Schwester hochblickt. Und wenn Helena dann mal richtig schreit, dann wird auch Haylie ganz unruhig – als ob sie sich Sorgen um ihre kleine Schwester macht. Es ist wirklich verblüffend wieviel sie mitbekommt!

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Acht Tage nach Geburtstermin war es erst soweit und Helena wurde endlich geboren, und in diesen acht Tagen und der Woche zuvor haben wir – da wir schon so sehnlichst gewartet haben – wirklich alles ausprobiert was man an Wehen einleitenden oder fördernden Hausmittelchen so kennt.

Also hab ich mir gedacht ich schreib euch mal eine kleine Liste von unseren Top Ten, und was uns im Endeffekt wirklich was gebracht hat!

Meine Top 10 Wehen einleitende Hausmittelchen

10. ein Glas Rotwein trinken

Von einigen hab ich den Tipp bekommen ein Glas Rotwein zu trinken und mich bei einem guten Film oder ähnlichem einfach zu entspannen. Geholfen hat es meiner Meinung nach gar nicht – außer dass ich mich eigenartig gefühlt hab weil ich den Alkohol nicht mehr gewohnt war nach so langer Abstinenz 🙂

9. Heiß baden

Der Tipp heiß baden zu gehen hat mir von Anfang an sehr zugesagt, ich bin fast täglich in die heiße Wanne gestiegen – gebracht hat es – außer Entspannung, was ja auch sehr gut und wichtig ist –  gar nichts!

8. Stiegen steigen und Fenster putzen

Auch Stiegen steigen hat nichts gebracht außer Erschöpfung. Und ich bin täglich wie eine verrückte die Stiegen auf und abgerannt! Der positive Nebeneffekt: Meine Wäsche war immer schnell wieder sauber (da sich die Waschküche im Keller befindet und so mein Hauptgrund war auf und Ab zu rennen) und meine Fenster waren streifenfrei sauber 🙂

7. scharf essen

Ich hasse scharfes Essen! Aber was tut man nicht alles um endlich sein Baby gebären zu können 🙂 Gebracht hat es leider nichts außer massives Sodbrennen und ein Brennen im Magen.

6. Mini Einlauf

Ich gebe zu, den Mini-Einlauf durch Microlax habe ich nicht gemacht um endlich Wehen zu bekommen. Ich war einfach so massiv verstopft und habe mich dadurch so elendig gefühlt dass ich mir dachte, wenn’s Haylie bei Verstopfung hilft, dann ist es einen Versuch wert und wenn es zufällig Wehen auslösen sollte, dann wäre das ein sehr positiver Nebeneffekt. Wehen hat es nicht ausgelöst, aber ich konnte mich endlich wieder wohler fühlen 🙂

5. spazieren gehen

Spazieren gehen, viel bewegen, die Schwerkraft helfen lassen – dann kommt das Baby schon! Wie oft habe ich das gehört! Tja Wehen hat das tägliche spazieren gehen in der Au zwar nicht ausgelöst, aber die oftmals mehrfachen Spaziergänge jeden Tag haben mich ausgeglichen, halfen gegen die Langeweile und das Vermissen meiner großen Maus. Außerdem konnten sich mein Liebster und ich dabei viel unterhalten und das war echt schön!

4. viel Liebe machen und Brustwarzen stimulieren

Etwas das jedem Spaß macht und in den letzten Tagen der Schwangerschaft den positiven Effekt haben kann Wehen auszulösen. Im Sperma sind nämlich Prostaglandine enthalten die das Reifen des Muttermundes fördern können. Beim Orgasmus wird außerdem das Hormon Oxytocin ausgeschüttet das ebenfalls Wehen auslösen oder fördern kann. Obs geholfen hat oder nicht ist fraglich 🙂

Das Stimulieren der Brustwarzen, das angeblich Wunder bewirkt, hat leider gar nichts bewirkt außer dass ich mich sehr unwohl dabei fühlte und mein Freund etwas zu viel Freude daran hatte 😉

3. Nelkenöl Tampon

Den Tipp mit dem Nelkenöl Tampon habe ich erst wenige Tage vor der Geburt bekommen und ihn Zwei Tage lang angewendet. Dabei mischt man Nelkenöl (kein Synthetisches!) mit einem neutralen Öl, zb Mandel- oder Sonnenblumenkern Öl und tropft dann fünf Tropfen von dem Gemisch auf einen Tampon. Diesen lässt man dann circa Zwei Stunden drinnen und macht danach eine Pause von sechs Stunden, bevor man das ganze wiederholt. Das soll den Muttermund weichmachen und das Reifen unterstützen. Obs geholfen hat lässt sich schwer sagen, Wehen ausgelöst hat der Tampon nicht, aber bei der eigentlichen Geburt ging der Muttermund letztendlich sehr schnell auf, und möglicherweise lag das an der Vorbehandlung mit dem Nelkenöltampon.

2. Akupunktur

Die Akupunktur habe ich im Krankenhaus bekommen, das ganze wurde Zwei mal gemacht im Abstand von etwa Zwei Stunden. Obs geholfen hat? Keine 24h später war ich Mama, also ich denke unterstützt hat es den Prozess auf jeden Fall!

1. Wehen Cocktail

Der oft diskutierte Wehen Cocktail war so eine Sache für mich. Wegen des darin enthaltenen Rizinusöls hatte ich zu große Angst mir so einen Wehen Cocktail zuhause zu machen. Ich habe mit meiner Hebamme gesprochen und mich über die Risiken aufklären lassen und mich dann dafür entschieden den Cocktail nur im Krankenhaus unter der Obhut der Hebammen zu trinken. Das Rizinusöl kann nämlich sehr wohl Wehen auslösen – es kann aber auch zu Erbrechen, sehr starkem Durchfall, einem richtigen Wehen-Sturm – welcher sehr schmerzhaft sein kann und aber die Geburt wenig voranbringt – und im schlimmsten Fall zu der Beeinträchtigung der Herztöne des Kindes führen! Dieses Risiko wollte ich nicht ohne Aufsicht eingehen.

Im Krankenhaus habe ich den besagten Cocktail welcher aus Rum, Rizinusöl, heißem Kaffee, Zimt und etwas Himbeersaft besteht dann getrunken und siehe da: Etwa nach Zwei Stunden fing das Ganze zu wirken an und ich bekam erste Wehen!! Nach weiteren Zehn Stunden war meine wunderbare Zweite Tochter dann endlich da!

Mein Fazit:

Manche der Hausmittel haben wirklich geholfen andere gar nicht! Es hat mir aber die Zeit vertrieben alle diese Hausmittel auszuprobieren und hat mir die eine oder andere schöne Stunde beschert 😉

 

 

Die letzten Tage der Schwangerschaft + Babybauchshooting

Mein Schwangerschaftstagebuch Eintrag #neun

Der Countdown läuft! Nur mehr drei Tage bis zum errechneten Geburtstermin! Ich bin in der 40. Schwangerschaftswoche, mein Baby ist nun schon so groß wie eine Wassermelone, wiegt fast 3,5kg (lt Ultraschallberechnung) und ich bin mittlerweile schon sehr sehr sehr ungeduldig.

Die letzten Tage der Schwangerschaft sind schon sehr beschwerlich für mich. Bei jeder Bewegung drückt es, meine Rücken und Nackenschmerzen bringen mich fast um und ich kann es kaum erwarten endlich mit Helena und auch wieder mit Haylie kuscheln zu können. Ich habe meine große Maus nun schon seit Monaten nicht mehr richtig hochnehmen können und die Nähe zu ihr, und das ausgiebige kuscheln fehlen mir total.

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Noch dazu habe ich immer wieder Senkwehen, in mittlerweile sehr regelmäßigen Abständen, und freue mich jedes Mal wieder in der Hoffnung, dass es endlich losgeht. Aber dann leg ich mich schlafen um noch genug Kraft für die Geburt sammeln zu können, und alles beruhigt sich wieder. Helena will einfach noch nicht geboren werden, und ich mag einfach schon nicht mehr geduldig sein.

Ich bin bereit! Wir sind bereit! Wir konnten alles erledigen was uns vor der Geburt noch wichtig war, es darf jetzt wirklich losgehen!

Ich hätte mir nie gedacht, dass ich mich mal nach Schmerzen sehnen würde, aber so ist es! Ich sehne mich nach dem Wehen Schmerz und danach mit Sicherheit zu wissen, dass es nun losgeht. Dann könnte Haylies Papa Haylie abholen und ich wüsste sie ist gut versorgt und kann mich voll und ganz auf die Geburt konzentrieren.

Aber man kann es sich nun mal nicht aussuchen. Wir müssen abwarten, so wie alle werdenden Mamas.

Mehr als die üblichen Wehen fördernden Mittelchen wie zb:

  • Himbeerblättertee trinken
  • Stufen steigen
  • Viel Bewegen
  • Scharf essen
  • Viel Liebe machen
  • Heiß baden

Kann man da nicht machen, und auch diese helfen erst dann wenn das Baby wirklich bereit ist. Also warten warten warten und hoffen, dass wir bald schon zu viert kuscheln können!

Und um euch, die mit mir so lieb mitfiebern, die Zeit ein wenig zu vertreiben möchte ich euch heute die Bilder von unserem Babybauchshooting mit unserer lieben Freundin Afra zeigen!

Afra hat wie immer wunderschöne Bilder von unserer Familie gemacht, findet ihr nicht?

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Fotos by Afra Hämmerle-Loidl  www.f-stop.at

#fragmama – Vorbereitung auf die Geburt

Mein Schwangerschaftstagebuch Eintrag #acht

Seit Donnerstag bin ich in der 39. Schwangerschaftswoche und der Geburtstermin rückt immer näher. Ganz klar dass man sich da schön langsam Gedanken über die Geburt macht.

Ich habe das Glück das es schon meine Zweite Schwangerschaft ist und ich daher einigermaßen gelassen bin. Irgendwie hab ich das Gefühl das ich das alles ja bereits kenne und weiß was auf mich zu kommt und daher bei der Geburt alles ohne Probleme laufen wird.

Hört sich ein bisschen blauäugig an, ich weiß. Aber ich habe mich damals auf Haylies Geburt wirklich gut vorbereitet. Ich habe an einem Geburtsvorbereitungskurs teilgenommen, habe mich stundenlang mit Müttern die bereits entbunden hatten und anderen Schwangeren ausgetauscht und habe auch meinen Gynäkologen ständig mit allerhand Fragen bombardiert. Auch im Internet hab ich viel recherchiert und nachgelesen. Das alles brauchte ich damals um ein wenig die Angst vor der Geburt zu verlieren. Und damals hatte ich wirklich wahnsinnige Angst vor der Geburt.

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Dieser Kurs und die vielen Tipps die ich dort von der Hebamme bekommen habe, haben mir wirklich die Angst genommen! Bei jeder ersten Schwangerschaft, und vor allem wenn man große Angst vor der Geburt hat, kann ich einen Geburtsvorbereitungskurs sehr empfehlen!

Nun bei meiner Zweiten Schwangerschaft habe ich komischerweise gar keine Angst. Ich kann mich noch an einige der guten Tipps erinnern, und verlasse mich völlig darauf dass ich noch weiß wies geht und mich die Hebammen im Krankenhaus so gut unterstützen und anleiten wie bei Haylies Geburt. Bis auf einige wenige Vorbereitungsmaßnahmen wie zb die Dammmassage, Himbeerblättertee und die Vorbereitung der Brust aufs stillen, lasse ich diese Zweite Geburt somit einfach auf mich zukommen und hoffe darauf sie so schön und überwältigend wahrzunehmen wie die Erste.

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Ja nicht mal die vollkommene Gelassenheit meines Freundes, für den es immerhin das erste Kind und somit die erste Geburt sein wird, versetzt mich in Panik.

Meine Kliniktasche ist gepackt, Haylies Koffer ebenfalls, der „Geburtsplan“ steht, für Haylie ist auch gesorgt und für alle Fälle gibt’s auch einen Plan B für Haylies Versorgung. Es kann nun wirklich losgehen, und ich wäre so froh wenn sich Helena nun endlich auf den Weg macht.

Meine Erfahrungen mit Geburtsvorbereitung

Hilfreich für mich waren:

  • Dammmassage
  • Himbeerblättertee – weils nicht schaden kann
  • die Atemübungen die ich im Geburtsvorbereitungskurs gelernt habe (den Schmerz in den Bauch zu atmen)
  • Die Vorbereitung der Brust aufs stillen (die Brust mit einem alten rauen Handtuch regelmäßig abzurubbeln, und danach mit Lansinoh Salbe einzucremen um sie auf die „Strapazen“ des Stillens und des damit auch einhergehenden Schmerzes vorzubereiten und abzuhärten)
  • der Tipp der Hebamme nicht sofort ins Krankenhaus zu fahren (außer bei Blasensprung), sondern so lange zuhause zu bleiben wie sich der Wehenschmerz halbwegs „ignorieren“ lässt.
  • Besichtigung des Kreissaales und der Wochenbettstation

 

Was sagen meine Mamablogger Kolleginnen über Geburtsvorbereitung?

Steffi von what a lovely day schrieb:

Erst mal hat es bei uns nicht geklappt. Resultat Edometriose. Es gab einen operativen Eingriff mit der Aussage: Wenn es innerhalb drei Monaten nicht klappt – künstliche Befruchtung. OK… und es hat geklappt. Diese Zeit war für mich als Frau, mit Mitte dreißig und Kinderwunsch, echt nicht leicht. Weil man sich eh schon die ganze Zeit mit Zyklus, Mönchspfeffer, Temperaturmessungen und anderen Dingen auseinandersetzt – warum es diesen Monat nicht geklappt hat. Und wie es so ist in dem Moment wo die Regel ausbleibt – denkt man sich mhhh… kauf ich jetzt einen Test oder nicht. Ist mein Zyklus durcheinander. Ok ich kauf einen. Und es war trotzdem sooo… Hey ich hab gerade den Test gemacht, ich glaub ich bin schwanger. Und irgendwie Unwohlsein. Gelesen habe ich dann nicht viel. Meine Freundin hat mir die Hebammensprechstunde mitgegeben. Ich habe kurz reingelesen, aber mehr wollte ich intuitiv nicht wissen. In Kurse bin ich auch nicht gegangen. Hinzu kam noch eine Risikoschwangerschaft mit Zervixverkürzung. Sowohl bei Mia als auch bei Luis. Und es ist genug Stress für eine Schwangere. Zum Schluss sind beide Kinder zum Termin natürlich und schnell unter Anleitung der Hebammen (ein Hoch auch alle Hebammen) auf die Welt gekommen. Ich habe mich beide male von den Hebammen anleiten lassen und es war für mich genau das Richtige. Ich glaube man sollte auf sein Bauchgefühl – schönes Wort bei diesem Thema – hören.

Besucht Steffis Blog hier!

Michaela von Mums happy life hat dies erlebt:

Ich hatte keine eigene Hebamme, keinen Geburtsvorbereitungskurs, keine Akkupunktur, nichts…

Ich hätte mich damals so über eine normale Geburt gefreut und wollte mich einfach darauf einlassen. Im notwendigen Moment nach Instinkt reagieren und einfach darauf vertrauen, was die Ärzte, Hebammen oder mein Körper sagen.

Aber es kam dann alles anders… Mein kleines Mädchen wollte sich bis kurz vorm ET nicht drehen und lag mit Beckenendlage in meinem Bauch. Ich hätte die Möglichkeit gehabt sie so auf die Welt zu bringen, wenn ich viele Kilometer entfernt eine Klinik aufgesucht hätte, aber da muss ich zugeben, dass ich zu viel Respekt davor hatte!!

So wurde es ein Kaiserschnitt – ca. 2 Wochen vor ET.
Ich hab geheult wie ein Schloßhund!!!!

Darauf konnte ich mich gar nicht vorbereiten.
Ich musste alles auf mich zukommen lassen. Die OP-Vorbereitung, das Warten vorm OP, das Anschnallen am Bett, das Hin- und Herreißen als sie die kleine aus mir rausholten und die Komplikationen (mein Herz reagierte auf ein Medikament und zog sich zusammen)…

Sollte ich nochmal das Glück haben Mama zu werden, hoffe ich, dass ich mich darauf vorbereiten kann meine Maus selbst auf die Welt zu bringen! 😉

besucht Michaelas Blog hier!

Daniela von die kleine botin schrieb:

Geburtsvorbereitungskurs ist super, wenn man sich noch gar nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Für die Geburt selber finde ich die professionelle und weibliche Begleitung einer (eigenen!) Hebamme sehr wichtig!

Besucht Danielas Blog über Hebammen und Geburtsvorbereitung hier!

Christina von ich mit Kind sagt:

Während der Schwangerschaft habe ich mich viel mit der Geburt beschäftigt. Für mich war klar: Ich möchte eine natürlich Geburt, ohne Schmerzmittel, ohne PDA. Ich habe mich mit Hypnobirthing befasst und wollte unbedingt so entbinden. Ich machte Dammmassage, trank Himbeerblättertee, ging zur Akkupunktur, habe meditiert und Atemübungen gemacht. Letztendlich wurde mein Sohn während einer normalen Routineuntersuchung (und bevor ich überhaupt richtige Wehen hatte), per Notkaiserschnitt mit Vollnarkose zur Welt gebracht. Man soll sich natürlich auf eine Geburt vorbereiten und einen Plan im Kopf haben. Doch man darf sich keinesfalls darauf versteifen und muss den Ärzten und Hebammen vertrauen.
Hier hat sie übrigens über den Kaiserschnitt und ihre Gedanken dazu geschrieben!

Verena von Mami rocks schrieb:

Das Buch Hebammensprechstunde von der Allgäuer Hebamme Ingeborg Stadelmann ist klasse. Sie gibt wertvolle Tipps wie z.B. ein Lavendelbad nehmen, um zu testen ob die Wehen echt sind. Man sieht alles ein bisschen entspannter nach der lektüre des Buches. Außerdem kann ich Schwangeren-Yoga und jede Menge Relax-Einheiten und Wohlfühlprogramme jeder werdenden Mutter nur ans Herzen legen. Wäre ich nochmal schwanger, würde ich mich näher mit hypnobirthing auseinander setzen.

Verenas Blog findet ihr hier:

Birgit von Muttis Nähkästchen schrieb:

Ich hab mal 24 Fakten rund um die Geburt aufgeschrieben, die niemand einer Schwangeren erzählt. Punkt 4: Geburtsvorbereitungskurs schön und gut, aber die ganzen Atemtechniken hatte ich alle vergessen als es soweit war. Macht nix, es ist ohnehin eine Hebamme mit zahlreichen Tipps und Tricks vor Ort.

Den Artiekl dazu findest du hier!

Ansonsten kann ich empfehlen: die bereits erwähnte Hebammensprechstunde und die Dammmassage! Und das wichtigste: Sich einlassen und flexibel bleiben – denn eine Geburt ist eine der besten Lektionen im Leben, dass eben recht wenig planbar ist.

Julia von immer lauter sagt:

Hm. Geburtsvorbereitungskurs, Hebamme, Akupunktur… hatte ich auch und hat mir zumindest das Gefühl gegeben, vorbereitet zu sein. In der Woche vor der Geburt habe ich mir dann noch die CD des HypnoBirthing-Buches angehört (http://www.thalia.at/…/EAN9783938396209/ID15477300.html…). Das hat mich auch sehr beruhigt.

Julias Blog findet ihr hier!

Daniela von welovefamily schrieb:

Beim ersten Kind war es ein Geburtsvorbereitungkurs. Danach fühlte ich mich sicher, vorbereitet und gestärkt. Vieles davon konnte ich auch während der Geburt probieren und Tipps habe ich dankend angenommen. Bei der zweiten Geburt machte ich nichts aus dem Glauben heraus, eh schon alles zu wissen – nun ja, hat sich dann doch anders dargestellt. Und beim dritten Kind war ich dann bei der vorgeburtlichen Beziehungsförderung und fühlte mich rundum gut aufgehoben und wohl. Eine der besten Möglichkeiten meiner Meinung nach. Ach ja, und auch Akupunktur auf Empfehlung meiner Hebamme.

Danielas Blog findet ihr hier!

Wir tauchen langsam wieder auf

Ja ich weiß, wir haben nun schon lange nichts mehr von uns hören lassen. Wir sind sozusagen abgetaucht, mussten uns eine Pause genehmigen, allerdings unfreiwillig.

Denn bei uns tut sich gerade mega viel. Zum ersten hat Haylie ja immer noch ihren Fixiergurt wegen der gebrochenen Schulter, dann rückt die bevorstehende Geburt immer näher und um alles zeitgerecht zu schaffen, haben wir beschlossen schon früher als geplant umzuziehen.

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Wir haben also die letzten Wochen damit verbracht gründlich auszumisten, unsere sieben Sachen zu packen und die neue Wohnung wohnlich zu machen und uns langsam einzurichten. Und das alles mit meiner bezaubernden Haylie, mit ihrem doofen Fixiergurt und hochschwanger.. Ihr könnt euch vorstellen wie erledigt wir alle jeden einzelnen Tag ins Bett gefallen sind. An bloggen oder auch nur mal kurz ein bisschen auf Facebook zu surfen oder ähnliches, war gar nicht zu denken. Auch bei meinen Liebelingsblogs bin ich gar nicht mehr am laufenden und hab richtig viel nachzulesen.

Aber jetzt ist das gröbste geschafft. Wir sind hier. Offiziell angekommen. Oder eigentlich inoffiziell.. Denn meine kleine Mondseer Wohnung konnte ich bisher noch nicht kündigen, da wir noch immer keinen Termin haben für den Ausbau von Haylies Whirlpoolbadewanne, die wir natürlich mitnehmen. (war ja immerhin eine Spende von einem tollen Zahnarzt, Installateur, Fliesenleger und Elektriker. )

Auch die Hälfte unserer Möbel sind immer noch in der Wohnung und alles in allem ist immer noch viel Arbeit übrig die noch immer vor uns liegt. Aber wer weiß wann es wirklich losgeht und meine kleine Helena sich auf den Weg macht? Und um sicherzugehen das wir dann auch gut versorgt sind und auch schnell ins Krankenhaus kommen haben wir unsere Zelte in Mondsee abgebrochen und sind in unser neues Leben gestartet.

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Mondsee zu verlassen fällt mir persönlich wirklich schwer. Ich liebe einfach alles an diesem Ort. Den wunderschönen See, die bezaubernde Promenade oder den schönen Marktplatz und all seine gemütlichen Cafes und Restaurants. Ich bin gern in Mondsee aufgewachsen und bin auch in meinem Erwachsenenleben gern wieder in diese kleine verträumte Ortschaft zurückgekehrt. Die Vorstellung meine Kinder könnten hier aufwachsen habe ich immer geliebt. Es ist meine Heimat, dort sind meine Wurzeln und hunderte Erinnerungen. All das zu verlassen bricht mir fast das Herz.

Aber zurzeit ist es das beste für mich, für Haylie und für unsere Familie. In unserer neuen Heimat sind wir gut versorgt, wir haben viele liebe Menschen um uns die uns unterstützen und wir haben eine viel größere Wohnung mit Garten um hier mit unseren beiden Mädels gut und schön leben zu können. Es war und ist die beste Entscheidung. Wir beginnen also ein neues Leben in Regau.

Gerade versuchen wir also uns einzuleben in der neuen Wohnung, in der neuen Stadt.

Wir lernen die neue Krankenschwester und die neuen Ärzte langsam kennen und versuchen uns selbst auch auf die neue Situation einzustellen, was uns bisher noch nicht so gut gelingt und alles andere als leicht fällt.

Immerhin haben die bisherigen Schwestern und Ärzte Haylie und mich seit Jahren begleitet. Die Beziehung die sich daraus entwickelt hat, ist mehr familiär als professionell. Es ist also auch so als ob wir ein Stück Familie zurück lassen müssten.

Mondsee Salzburg, 20151102 Foto: wildbild, Herbert Rohrer
Mondsee Salzburg, 20151102 Foto: wildbild, Herbert Rohrer

Und das ist beängstigend, und auch ein bisschen traurig. Wir haben doch alle sehr in unser Herz geschlossen und uns sehr gut aufgehoben gefühlt. Das mobile Hospizteam Papageno hat uns so toll begleitet, es ist schwer sich das Leben ohne diese Hand voll Menschen vorzustellen.

Mondsee Salzburg, 20151102 Foto: wildbild, Herbert Rohrer
Mondsee Salzburg, 20151102 Foto: wildbild, Herbert Rohrer

Aber so ist das Leben. Ständig in Bewegung. Ständig verändert sich alles. Und so müssen wir diese Veränderung auch zulassen und annehmen. Und darauf hoffen das es mit dem neuen Pflegeteam auch so gut laufen wird. Wir uns auch hier mit der Zeit gut aufgehoben und begleitet fühlen werden, und auch mit diesen Menschen eine hoffentlich gute und familiäre Beziehung aufbauen können.

Es liegt also viel ungewisses in unserer Zukunft, in unserem neuen Leben.

Und so starten wir nun gemeinsam als bald vierköpfige Familie, mit einem lachenden und einem weinenden Auge in diese gemeinsame Zukunft.

 

ps: auch am Blog wird sich wieder mehr tun, ich verspreche es 🙂

Gewinnspiel die Dritte.

Mein Schwangerschaftstagebuch Eintrag #sieben + Gewinnspiel

Ab morgen bin ich in der 30.Schwangerschaftswoche, mein Baby ist nun schon so groß wie ein Kürbis und wiegt zwischen 1150 und 1700gramm. Es sind nur mehr 10 Wochen bis zum errechneten Geburtstermin. Genau gesagt sind es nur mehr 77 Tage.

Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug, und ein bisschen habe ich das Gefühl noch nicht richtig vorbereitet zu sein. Schon auf die Geburt, da mache ich mir eigentlich wenig Gedanken oder Sorgen. Die Ängste die mich während meiner ersten Schwangerschaft begleitet haben, die kenne ich in dieser Schwangerschaft gar nicht mehr. Ich blicke ganz entspannt auf die Geburt und bin froh auch schon einen Plan A und einen Plan B für die Versorgung von meiner süßen Haylie zu haben, wenn es dann endlich soweit ist.

Aber von den Utensilien die man so für ein Baby braucht, habe ich eigentlich noch nicht viel. Ich habe weder genügend Babygewand, noch einen Wickeltisch, Kleiderschrank und co. Das Kinderzimmer ist gerade noch eine Rumpelkammer und es schaut nicht so aus als sollte sich das bald ändern. Das macht mich total wahnsinnig! Wir sind auch noch nicht gesiedelt, haben mit dem Badezimmerumbau noch nicht einmal begonnen und das Babyzimmer muss auch erst noch ausgemalt werden. Und das alles sollen wir in 77 Tagen schaffen?

Gerade haben wir durch den Krankenhausaufenthalt wieder so viel Zeit verloren und nun steht erst mal auch Haylies großes Geburtstagsfest am Freitag an, und dann kann ich mich schon langsam meiner endlos erscheinenden „To do“ Liste widmen!

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Worüber ich mir Gott sei Dank gar keine Gedanken mehr machen muss, ist das stillen. Stillen ist ja ein großes Thema in der Schwangerschaft und natürlich umso mehr nach der Geburt und ich finde jede Mama sollte sich gut überlegen ob sie stillen möchte oder nicht.

Grundsätzlich ist nichts Schlechtes an den Milchnahrungen die es für die Babys zum Kaufen gibt. Sie sind heutzutage schon so gut, dass die Babys bestimmt alle Nährstoffe bekommen die sie brauchen. Nichts desto trotz wurde uns all das was unser Baby braucht, gerade in den ersten Wochen, von Natur aus auf eine so wundervolle Art gegeben, und auch wenn man sich entschließt nicht lange zu stillen, bin ich der Meinung das jeder Tag den man stillen kann gut und wichtig für das Baby ist.virgin-mary-1125113_1920

Die Muttermilch bietet dem Baby nämlich alle Nährstoffe und Abwehrstoffe die es braucht, und gerade die erste Milch nach der Geburt, die sogenannte „Kolostralmilch“ ist unsagbar wichtig für das Baby. Sie enthält nämlich außerdem alle notwendigen Bakterien die der Darm des Babys braucht um ein Immunsystem aufzubauen, viel Eiweiß und regt die Darmtätigkeit an. Diese erste Milch ist also unsagbar wichtig für die Gesundheit des Kindes. Aber das Stillen hat noch weit mehr Vorteile. Siehe hier:

Ich habe das Stillen als etwas wirklich Wunderbares erfahren. Stillen ist nämlich nicht nur ernähren, es ist auch Bindung. Und durch das Stillen fühlte ich mich Haylie immer wahnsinnig nah, es war einfach das schönste für mich so eng mit ihr zu kuscheln und ihr auf diese Weise alles zu geben was sie brauchte. Ich bin also definitiv PRO Stillen!

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Als ich dann erfahren habe das Haylie krank sein könnte, dass etwas mit ihr nicht stimmte, habe ich mich dazu entschlossen sie so lange wie möglich zu stillen. Ich habe mir nämlich von Anfang an gedacht das sie vielleicht ein bisschen mehr und länger beschützt ist, wenn ich sie weiterhin stille. Auch wenn Haylie schon ab dem 9. Lebensmonat Beikost zu essen bekam habe ich ihr nie zusätzlich Flüssigkeiten geben müssen, das hat alles das Stillen für mich erledigt. Und gerade weil sie durch ihre Krankheit so viel verloren hat, etwa den Schluckreflex, bin ich froh das ich beinahe zwei Jahre stillen konnte. Ich bin der festen Überzeugung es hat ihrer Mundmuskulatur und ihrem Schluckverhalten so viel geholfen, und war letzten Endes der Grund warum Haylie bis zu ihrem 4. Lebensjahr noch essen – also schlucken konnte, während die meisten Kinder mit ihrer Krankheit bereits vor dem Zweiten Geburtstag den Schluckreflex verlieren und eine Magensonde brauchen.

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Ich werde also auch die kleine Helena, meine noch Bauchbewohnerin, auf jeden Fall stillen und mich in den letzten Wochen vor der Geburt wieder ordentlich darauf vorbereiten. Wie genau lest ihr in ein paar Wochen hier am Blog in einem ausführlicheren Artikel über die beste Vorbereitung auf das Stillen!

Auch einige meiner Bloggerkolleginnen haben bereits über das Stillen gebloggt:

„Für mich war immer klar, dass ich mein Kind stillen möchte.
Schon in der Schwangerschaft habe ich gehofft, dass es möglich sein wird.“
Michaela

„Stillen in der Öffentlichkeit – Ein No go?“ Ein #fragmama Artikel von Muttis Nähkästchen

„PRO Stillen auch hier! Aber nur, wenn es für alle Beteiligten passt. Meine Schwester hat sich beim 2. Baby 6 Monate nur gequält und dann völlig verständlich abgestillt. Wir sind noch mitten im Geschehen, meine Kleine wird bald 26 Monate“ schreibt die kleinen Botin

„Alkohol und Stillen. – Es ist ein heikles Thema.“ Ein informativer Artikel von der kleinen Botin

Und damit ihr euch auch schon jetzt auf das Stillen freuen könnt gibt es heute wieder etwas Tolles zu verlosen!

Nämlich diese tolle Stillkette von Babylissima!

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Als ich dieses Angebot von der Lieben Sabrina von Babylissima bekommen habe diese Stillkette zu verlosen, musste ich (auch wenn ich es ungern zugebe) erstmal nachfragen was denn eine Stillkette überhaupt ist!

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Die liebe Sabrina hat mir dann erklärt:

Still- und Trageketten hängt sich die Mama während des Stillens um den Hals, damit das Baby abgelenkt und beschäftigt ist und somit die Mami nicht kratzt, zwickt, kneift oder an den Haaren reißt!

Wer ist Babylissima?

Hallo und herzlich Willkommen bei Babylissima – Das Einzelstück für’s Kinderglück!

Mein Name ist Sabrina Stadlmayer, ich bin Mama von Zwei bezaubernden Kindern (Tochter Leni 7 und Sohn Matti 3) und habe den besten Mann an meiner Seite. Vieles wäre ohne ihn nicht machbar oder möglich. Da ich schon immer sehr kreativ war, und die Zeit in meiner zweiten Karenz nutzen wollte, habe ich mich dazu entschlossen diese Kreativität anhand von netten Accessoires für Groß und Klein umzusetzen.

Vielen Dank an Babylissima fürs zur Verfügung stellen dieser tollen Stillkette, die ihr heute gewinnen könnt!

Teilnehmen könnt ihr wie immer:

  • indem ihr mir in einem Kommentar am Blog oder auf meiner Facebookseite mitteilt, für wen ihr euch diese tolle Stillkette wünscht
  • und die Facebook Seite liked!
  • Teilen ist natürlich sehr erwünscht aber kein Muss!

 

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Und natürlich gibt es auch heute wieder einen glücklichen Gewinner des letzten Gewinnspiels bekannt zu geben!

Den supersüßen, aus BIo-Baumwolle handgenähten Elefanten von emiko.eu hat Michaela gewonnen!!

Herzlichen Glückwunsch Michaela! Vielen Dank fürs Mitmachen, und bitte sei so lieb und kontaktiere mich per email damit ich ihn dir schicken kann (eva.irran@gmx.at)

 

Für alle die gerne etwas geben möchten speziell zu Haylies Geburtstag, würden wir uns wünschen wenn ihr in Haylies Namen eine Spende für die Tay-Sachs Forschung macht – vielleicht könnt ihr €6,- erübrigen – 1 Euro für jedes Lebensjahr das Haylie so tapfer kämpft!

Hier könnt ihr spenden: Spende jetzt

Oder mit diesen Kontodaten:

IBAN: AT83 3432 2000 0052 3001
BIC: RZOOAT2L322

Kontoinhaber: Hand in Hand gegen Tay-Sachs
Von Herzen DANKE!

#fragmama: Hebamme – ja oder nein?

Mein Schwangerschaftstagebuch Eintrag #sechs ist wieder mal ein Thema dem ich gemeinsam mit meinen Mama Kolleginnen auf den Grund gegangen bin.

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Ich bin nun ja schon in der 25. Schwangerschaftswoche und schön langsam wird es Zeit mir Gedanken darüber zu machen ob ich eine Hebamme möchte oder nicht. Daher habe ich mich letzte Woche mit einer ganz lieben Hebamme getroffen und mich zum ersten Mal über diese Möglichkeit beraten lassen und kann euch jetzt endlich etwas darüber berichten!

Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hatte eigentlich gar keine Ahnung oder Vorstellung davon warum man überhaupt eine Hebamme braucht. Bei Haylie hatte ich nämlich keine. Dieses neue Angebot das man eine Hebammenberatung in Anspruch nehmen kann und es von der Krankenkasse übernommen wird, dass es einem laut Mutterkind Pass sogar empfohlen wird diese Beratung zwischen 20. und 22. Schwangerschaftswoche in Anspruch zu nehmen, gab es damals nämlich noch nicht.

Ich war und bin auch nicht privat krankenversichert, was die Möglichkeit sich eine Hebamme zu nehmen bestimmt beeinflusst hätte. Und privat eine Hebamme zu nehmen und privat zu zahlen, war damals einfach keine Option. Abgesehen davon wusste ich nicht ob es mir überhaupt irgendwelche Vorteile bringen würde und fühlte mich von meinem Gynäkologen und dem Geburtsvorbereitungskurs optimal betreut und begleitet. Und auch in der Nachbetreuung habe ich keine Hebamme gebraucht.

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Aber da es nun diese tolle Möglichkeit gibt im Mutterkind Pass habe ich auch diese Beratung natürlich nicht ausgelassen!
Letzte Woche hat mich dann also Anna besucht, eine ganz liebe Hebamme aus Gmunden, und wir haben uns ganz locker und ungezwungen unterhalten. Ich habe gemerkt dieser Termin wäre mir in der 1. Schwangerschaft bestimmt auch hilfreich gewesen, denn Anna gab mir die Möglichkeit alle möglichen Fragen zu stellen. Leider, oder Gott sei Dank, hatte ich kaum Fragen, die Schwangerschaft und Geburt sind ja nicht mehr ganz neu für mich.

Wenn ich mich zurück erinnere an die erste Schwangerschaft dann muss man sagen, dass ich enorme Angst vor der Geburt hatte. Diese Angst konnte mir mein Arzt damals nicht nehmen. Erst der Geburtsvorbereitungskurs nahm sie mir ein bisschen. Dort habe ich damals eben all das erfahren was ich nun bei Anna auch erfahren hätte, wenn ich es nicht schon gewusst hätte J Mittlerweile habe ich kaum Ängste was die Schwangerschaft oder Geburt angeht. Erstens weil ich es ja alles schon erlebt und überlebt habe und zweitens vielleicht auch weil ich gar nicht so viel Zeit habe mir richtig Gedanken darüber zu machen – Haylie hält mich ja genug auf Trapp. Wahrscheinlich gibt mir auch die Tatsache das ich mit Haylies Krankheit ja bereits das schlimmste was einem passieren kann erlebe, die Sicherheit das es nur besser werden kann und mit der kleinen Helena und ihrer Geburt sicher alles gut laufen wird.

Die Herztöne meiner kleinen Prinzessin hat Anna dann auch noch abgehört und meinen Bauch abgetastet um zu sehen wie mein kleines Mädchen liegt. Allerdings scheine ich noch mega-starke Bauchmuskeln zu haben (wuhuu) und dadurch war es schwer zu fühlen wie das Baby liegt.

Anna hat mir auch erklärt das eine Hebamme dann richtig sinnvoll und wichtig ist, wenn man „außerplanmäßig“ gebären möchte. Also sich zum Beispiel eine Hausgeburt wünscht, oder ambulant im Krankenhaus gebären möchte. Auch wenn man sich frühzeitig entlassen lassen möchte wäre eine Hebamme sehr wichtig, denn die besucht einem nach der Geburt dann mindestens fünf Tage lang jeden einzelnen Tag und sieht nach dem rechten. Sie hilft einem beim Stillen und steht einem mit Rat und Tat zur Seite was Wickeln, anziehen, Baby baden, Babymassage und eigentlich allem anderen zu tun hat.

Auch vor der Geburt kommt Sie wenn man sie braucht, steht einem jederzeit für Fragen zur Verfügung.

Ist man also zum ersten Mal schwanger, dann lohnt sich so eine Hebamme auf jeden Fall!

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Ich würde es jeder Schwangeren empfehlen die Angst vor der Geburt oder von dem Familienleben, stillen und ähnlichen hat. Die Hebammen haben so viele Tipps und Empfehlungen, meistens gibt es für jedes Problem eine Lösung, und das beruhigt ungemein.

Und so sehen das meine Mama-Blogger Kolleginnen:

Daniela G. von die kleine botin sagt:

JA!!! Ganz klar PRO Hebamme. Ich habe mich auch in der zweiten Schwangerschaft schon ganz am Beginn entschieden wieder die private Hebammenbegleitung in Anspruch zu nehmen und dafür natürlich auch eine ganze Menge Geld zu bezahlen. (Ganz ehrlich, der eine Termin, der nun im Mutter-Kind-Pass vorgesehen ist und von der Krankenkasse bezahlt wird ist ja eher nur ein kleines Schrittchen in die richtige Richtung als eine echte Hilfe für eine Schwangere.) Gottseidank bin ich in der glücklichen Situtation es mir leisten zu können, wäre aber durchaus bereit dafür auf einen Urlaub zu verzichten!!

Die Hilfe und die Unterstützung, die eine (erfahrene) Hebamme bereits bei Schwangerschafts-Beschwerlichkeiten entgegenbringt ist unersetzbar! Ganz zu schweigen von der Motivation und den guten Tipps kurz vor der Geburt und dann schließlich … an ihrem tatsächlichen Arbeitsplatz im Kreisssaal oder zuhause bei der Hausgeburt.

weiterlesen: hier

 

Catrin vom Mom4MomBlog schrieb dazu:

UNBEDINGT JA!! Im Durchschnitt kostet eine Hebamme zwischen 1.000 – 1.500 Euro. Diese kann, in den meisten Fällen, NICHT bei der Krankenkasse und oder bei der Zusatzversicherung eingereicht werden. Jedoch, kann und sollte man es unbedingt versuchen! Mehr als „Nein“ können sie ja nicht sagen. Und ich wiederhole mich ungern, aber eine der besten Investitionen war – die Hebamme.

weiterlesen: hier

 

Daniela von we love family sagte:

Ja, nur mit Hebamme!

 

Julia von Immer lauter sagt:

2 Monate nach der Geburt war ich auch noch sehr begeistert von meine/r Hebamme, zum heutigen Zeitpunkt bzw. bei einem zweiten Kind würde ich allerdings darauf verzichten, weil ich in etwa weiß, was mich erwartet.

Meinen Bericht dazu findest du: hier

 

Stephanie von 3fach-jungsmami schrieb:

In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich keine Hebamme. Rückblickend wäre es toll gewesen. Nach der zweiten Geburt hatte ich dann eine Nachsorgehebamme, da ich nach dem Kaiserschnitt früher nach Hause ging und das Krankenhaus dann auf eine Hebammenbetreuung bestand. Ganz ehrlich: Ich war mega enttäuscht. Die Hebamme wusste nichts, was ich nicht auch wusste. Sie wog das Baby und ging dann wieder mit den Worten: Sie wäre hier eh überflüssig, denn das Baby und ich würden uns ja e super verstehen und alles klappt gut.

Bei der dritten Schwangerschaft habe ich dann wieder auf Hebammenbetreuung verzichtet. Vielleicht habe ich auch einfach schlechte Erfahrungen mit der einen Hebamme gemacht und andere Hebammen sind vielleicht ganz anders – keine Ahnung. Aber mir hat es leider nicht viel gebracht.

 

Leo von Bauchzwerg und Ich sagt dazu:

In meiner ersten Schwangerschaft habe ich eine Wahlhebamme zusammen mit meiner Frauenärztin mit zur Entbindung genommen und war mehr als zufrieden. Ärztin und Hebamme waren ein tolles Team und haben schon viele Geburten zusammen begleitet, mir wurden alle Fragen in der Schwangerschaft beantwortet und auch zur geburtsvorbereitenden Akkupunktur durfte ich gehen. Am Entbindungstag kam sie gleichzeitig mit mir im Krankenhaus an, den Wahlhebammen sind nun mal nicht 24/7 im Krankenhaus vertreten. Da meine erste Geburt relativ schnell verlaufen ist fühle ich mich jetzt in der zweiten Schwangerschaft etwas unsicher mit einer Wahlhebamme und habe mich für das Haushebammenteam in der Geburtsklinik entschieden. Das besteht aus 5 Hebammen und es ist immer eine vor Ort in der Klinik anwesend. Für die Geburt fühle ich mich so um einiges sicherer, aber mit Fragen und Problemen in der Schwangerschaft kann ich mich immer an sie melden und 3 Hebammen aus dem Team haben sogar eine Hebammenpraxis nur 10 Fahrminuten von mir zuhause entfernt. Nachbetreuung sollte so auch kein Problem sein. Ich würde mich immer und immer wieder für eine Hebamme entscheiden, da sie einen bei Ängsten auffängt, für alle Fragen offen ist und einfach ein Gefühl von Sicherheit vermittelt.

 

Anja von Gänseblümchen & Sonnenschein schrieb:

Oh ja, ich bin auch total für Hebamme, habe in der Diakonie entbunden und hatte eine ganz wunderbare Hebamme: Anna-Lisa. Ich habe damals auch bei Catrins Hebammen-Special mitgemacht: Kleiner Auszug: Ich habe meine Hebamme bei dem Info-Abend im Krankenhaus kennengelernt, und fand sie sofort total sympathisch. Sie hatte diese lockere, junge, unverfälschte Art. An diesem Abend habe ich gleich einen Termin bei ihr vereinbart, weil doch seit Neuestem von der Krankenkasse ein Gespräch bezahlt wird. Und da ich eine von den Schwangeren war, die andere Schwangere gemieden hat, und somit auch sämtliche Vorbereitungskurs, dachte ich mir, da geh ich doch mal zu dieser Hebammen-Sprechstunde.

weiterlesen: hier

 

Judith von stadmama schrieb:

Auch wenn ich selbst keine hatte (und sehr zufrieden war): ja, würde ich immer jeder Schwangeren empfehlen. Ich hatte selbst einfach nicht das Bedürfnis und war auch in der ersten Schwangerschaft nicht unsicher und habe kaum Beratung gesucht. Auch das Hebammengespräch im MuKi Pass habe ich in der zweiten Schwangerschaft nicht wahrgenommen. Aber ich habe bei sehr vielen Freundinnen gesehen, dass sie diese Beratung wirklich gut brauchen konnten und es sie in gewisser Weise auch beruhigt und Sicherheit gegeben hat.

 

Kornelia von wurzelinchen sagte dazu:

Ich hatte eine Wahlhebamme und es war super. Wir waren bei der Geburt lange zu Hause und sind dann gemeinsam ins Krankenhaus gefahren. Es war sehr entspannt und sie hat die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment getroffen. Auch die Vorbereitung war super und ich fühlte mich sicher. Und auch die Nachbereitung war sehr gut, sie hat mich unterstützt und mir in vielen Dingen Sicherheit gegeben. Bei der Geburt war ich fast die gesamte Zeit mit ihr und meinem Mann alleine, erst nachdem das Wurzelinchen schon da war, kam meine Frauenärztin, die an diesem Abend Dienst hatte. Also ich bin ganz klar PRO Hebamme!!!!!

 

Babybauch-Art die Erste

Was macht man an einem Sonntag wie heute, mit Regen und Schnee bei maximal 9°C?

Ja genau – wir bemalen mal schön meinen mittlerweile stattlichen Babybauch und verbinden das ganze auch gleich noch mit einem Bilderrätsel für euch 🙂

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Ich bin nun mittlerweile in der 25. Schwangerschaftswoche und mein Baby wiegt bereits um die 800gramm und ist bereits so groß wie eine Papaya – misst vom Scheitel bis zur Ferse etwa 33cm.

Und natürlich hatten wir auch bereits ein Outing was das Geschlecht des Babys angeht! Beim letzten Ultraschall in der 22.SSW zeigte unser kleiner Zwerg was er hat – oder eben nicht.

Um diese Neuigkeit mit der Welt zu teilen und das ganze auch noch ein bisschen spannender zu machen, haben wir uns gedacht wir machen ein kleines Bilderrätsel dazu. Wer’s erratet darf sich über einen 10€ Gutschein von Mjam.at freuen!

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Habt ihr eine Idee? Postet sie einfach in einem Kommentar direkt am Blog oder auf Facebook! Der Gewinner wird am Blog bekannt gegeben und soll sich anschließend einfach bei mir melden!

Entstanden ist dieses Bauchkunstwerk von meinem Schatz Stefan, mit handelsüblichen Acrylfarben. Vorsicht – wer’s nachmachen will, unbedingt auf die Kleidung achten, denn Acryl lässt sich aus Textilien nicht mehr herauswaschen! Von der Haut bekommt man es ganz leicht – ich hab mir einfach ein schönes Bad gegönnt und konnte die aufgeweichte Farbe dann direkt von der Haut abziehen und die Reste mit einem Waschlappen abwischen.

Viel Spaß beim raten und Bauch bemalen 🙂

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Unser kleiner aber feiner 3D Ultraschall

So ein 3D Ultraschall ist schon was tolles! Ich habe schon einige Bilder oder Videos bei Freunden oder im Netz gesehen und mir schon immer gedacht, wenn ich wieder schwanger werde, dann lasse ich sicher sowas machen!

Nun hat sich Stefan ein bisschen informiert und uns bei der Firma GE Healthcare auf eine 3D Schall Warteliste setzen lassen, denn dort kann man sich als „Versuchsobjekt“ sozusagen anmelden und bekommt den Ultraschall somit kostenlos!

Wir haben dann Bescheid bekommen das die Firma GE Healthcare ein „Versuchs – bzw Vorzeigeobjekt“ bei einem Ärztekongress in Salzburg braucht und wir dort den kostenlosen 3D Ultraschall bekommen würden. Das ganze sollte in einem Hotel stattfinden und Stefan wurde es so erklärt das es dort Kojen gäbe, in denen der Ultraschall dann im Beisein von sechs bis maximal zehn Ärzten gemacht würde.

Damit waren wir einverstanden – ist ja für die Wissenschaft – und wir haben ja auch was davon!

Dort angekommen wurden wir nach einer kurzen Wartezeit von einem Herren der Fa. GE Healthcare begrüßt und zu einem Probeschall in einen extra Raum gebeten. In dem Raum sah es ein bisschen aus wie in einem Lagerraum, denn es standen mehrere Ultraschallgeräte wild verteilt im Raum herum. Schnell wurde eine Steckdose gesucht, eine Liege umgestellt und ein Kissen organisiert. Wir unterschrieben noch ein Formular das unsere Bilder und Daten verwendet werden dürfen und dann war schon Zeit für unseren Probe 3D Ultraschall.

Zum ersten Mal konnten wir unseren Bauchzwerg in 3D sehen! Zuerst sahen wir unser Baby wie bei einem normalen Ultraschall, die Lage wurde gecheckt und das Herz wurde konrolliert. Es wurde auch vergrößert und wir konnten die Kammern sowie die Herzklappen genau sehen. Dann wurde gecheckt ob man das kleine Gesicht unseres Babys gut sehen könnte. Leider lag es eher ungünstig mit dem Gesicht genau an der Plazenta. Aber der nette Mitarbeiter von GE HC hat spielte ein wenig herum, schnitt da was weg und dort und schließlich konnte man das kleine Gesichtchen, wenn auch nur zur Hälfte sehen.

Es war schon ganz schön verblüffend wie deutlich man Nase und Mund sehen konnte, die Gesichtsform und auch die kleine Hand die unser Zwerg immer wieder vors Gesicht zog. Die Nabelschnur war immer wieder ein bisschen im Weg, aber ein paar nette Bilder und zwei Videos konnten wir aufnehmen. Das ganze wurde uns auf einen USB Stick gegeben und dann war der Probeschall schon wieder vorbei.

Es hieß wir sollten nun in den Konferenzraum gehen, wo ein super Berliner Arzt der sich auf Abnormitäten des Herzens von Föten spezialisierte, gerade einen Vortrag über das neueste Gerät der Firma GE Healthcare hielt. Er würde uns dann zu sich holen und einen Live Ultraschall vor den 150 anwesenden Ärzten machen!

Da war ich erst mal kurz perplex, es hieß ja es würden nur sechs bis zehn Ärzte zusehen. Und jetzt auf einmal sollte es 150 sein! Keine Koje oder abgetrennter Raum – nur ein Arzt, ich auf einer Liege und 150 Zuseher!

Aber was tut man nicht alles für die Wissenschaft 🙂 Und für gratis 3D Bilder. Wir gingen also in den Raum und setzten uns in die erste Reihe und warteten.

Und warteten und warteten… Aber wir wurden nicht auf die „Bühne“ geholt. Irgendwann ging ich dann zu dem Mitarbeiter der den Probeschall gemacht hatte und fragte nach warum wir nicht auf die Bühne geholt werden und ob er wüsste wie lange es noch dauern würde, denn ich hätte zu diesem Zeitpunkt schon wieder bei Haylie im Krankenhaus sein müssen. Er antwortete mir das dieser Arzt offenbar so überziehen würde das es fraglich ist ob wir überhaupt noch einen 3D Schall machen würden und das wir ruhig fahren könnten.

Tja da haben wir wohl umsonst eine Stunde lang einem englischen Vortrag über die neueste Technologie in Sachen Ultraschall zugehört!

Ein bisschen geknickt über den Zeitverlust und den Verlust der noch weiteren ausständigen Aufnahmen des eigentlichen 3D Schalls, verließen wir das Hotel und somit den Kongress.

Aber nichts desto trotz war es eine interessante Erfahrung und haben wir ein paar tolle 3D Bilder bekommen, und auch die Videos werden voller Stolz all unseren Bekannten und Familienmitgliedern gezeigt 🙂

Und auch euch möchte ich diese Aufnahmen nicht vorenthalten, hier also ein kleiner Auszug unserer Bilder:

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#fragmama: (Un)nötige Tests in der Schwangerschaft?

Mein Schwangerschaftstagebuch Eintrag #drei

Ich bin ab heute in der 18. Schwangerschaftswoche! Mein Baby ist nun so groß wie eine Orange laut der App „Schwangerschaft+“ und wiegt bereits fast 160gr! Ab und an kann ich schon ganz leichte streichelartige Bewegungen an der Innenseite des Bauchs spüren, und das dehnen der Mutterbänder plagt mich auch bereits fast täglich. Schon langsam gewöhne ich mich an das schwanger sein – auch wenn ich es an manchen Tagen immer noch nicht so wirklich fassen kann.

Und es gibt Neuigkeiten! Gute Neuigkeiten 🙂 Wir haben die Ergebnisse des Carrier Screenings meines Lebensgefährten und auch der Combined Test wurde ausgewertet. Ich habe lange gewartet auf die Ergebnisse und war die ganze Zeit auch immer irgendwie in Angst vor den Ergebnissen.

Aber ich bin ja durch Haylies Krankheit „vorbelastet“ sozusagen.

Was aber wenn Haylie nicht krank wäre, und wir nicht vorbelastet wären. Hätte ich diese Tests auch dann machen lassen?

Wie sinnvoll sind diese Test in der Schwangerschaft? Sind sie manchmal vielleicht sogar kontraproduktiv und verängstigen die Schwangere noch mehr oder führen sie manchmal vielleicht sogar zu Entscheidungen die man ohne diese Tests nicht getroffen hätte?

Darüber habe ich mir heute Gedanken gemacht und habe meine Mama-Blogger Kolleginnen dazu befragt:

Es nehmen wie es kommt?

Kerstin von die Königin tanzt schrieb:

Bei unserem ersten Kind haben wir gar keine Tests machen lassen, nicht einmal das Organscreening. Ich dachte einfach, wie es auch kommt, so wird’s genommen. Sie kam pumperl gesund zur Welt und ich fühlte mich bestätigt. Beim zweiten Kind war ich aber mit viel mehr Ängsten geplagt. Hatte ich mich beim ersten einfach gar nicht damit beschäftigt – hatte ich inzwischen viele Geschichten gehört, aus dem näheren Umfeld und fand es ein unglaubliches Glück, dass ich ein gesundes Kind hatte. Meine Tochter ging in einen integrativen Kindergarten und die Schicksale einiger Kinder dort hatten mich nachdenklich gemacht. Ich war mir sicher mich würde das als Mutter völlig überfordern. Ich habe mich über sämtliche Tests informiert, meinen Frauenarzt ausgequetscht und war sicher alle Tests machen zu lassen. Als die Zeit gekommen war allerdings, haben wir uns trotzdem wieder dagegen entschieden. Nur das Organscreening ließen wir dieses Mal doch machen. Eine prozentuale Angabe, eine „Nullkommairgendwaszuhundert“-Wahrscheinlichkeit war uns einfach zu ungewiss, zu schwammig, um ein Risiko auf uns zu nehmen. Die meisten Pränatal-Tests bergen ja auch ein Risiko in der Durchführung. Die Ärzte waren alle sehr zurückhaltend, keiner hat mich je zu einer Untersuchung gedrängt. Ich wurde gut aufgeklärt, und die Ultraschallbefunde gaben alles preis was wir wirklich wissen wollten …

Lenchen von Familien Hotspot schrieb:

Ich habe in der Schwangerschaft nur das Organ-Screening gemacht. Ich dachte mir, dass egal ob gesund oder nicht gesund, ich meinen kleinen Zwerg bekommen werde!

Julia von Sinn Impuls schrieb:

Wir haben in der ersten Schwangerschaft nach langer Diskussion doch den Combined Test mit Nackenfaltenmessung gemacht, obwohl ich noch immer nicht sicher bin welche Konsequenz eine Wahrscheinlichkeit wirklich mit sich bringen sollte. Klar 1:300 klingt gefährlicher als 1:10000, aber in beiden Fällen ist das Kind zu über 99% gesund. Beim zweiten Kind habe ich deswegen den Combined Test mit Nackenfaltenmessung nicht mehr gemacht. Ich habe mir die Frage gestellt ob ich dann auch wirklich abgetrieben hätte bei „negativem“ Ausgang aller Folgeuntersuchungen oder ob ich mich nicht dann sowieso für dieses Leben entschieden hätte. Zweiteres ist der Fall, deswegen wozu soll ich es wissen, wenn es keinen Unterschied macht? Das Organscreening haben wir auch beim zweiten Kind gemacht, weil sich aus dieser Untersuchung Risiken zeigen können, die vielleicht eine natürliche Geburt verhindern oder eben andere pränatale Eingriffe notwendig machen. Ob ich ein wirklich gesundes Kind auf die Welt bringen werde erfahre ich wohl erst im Juni, bis dahin muss ich mich auf meine Intuition und mein Gefühl verlassen. Geliebt wird dieser Mensch jedenfalls schon seit Tag 1 und an dem wird auch keine Untersuchung etwas ändern. Alles Liebe Julia

Verena von mamirocks schrieb:

Ich habe gar nichts testen lassen. Ich bin sogar bei meiner ersten, der Einlings-Schwangerschaft, statt zum Frauenarzt oft in die Hebammenpraxis gegangen. Die hat mich den Herzschlag hören lassen und nach der Lage des Kindes getastet.
Bei den Zwillingen habe ich den großen Ultraschall mit so High-Tech-Geräten in einer speziellen Praxis machen lassen, sonst nichts. Ich würde alles wieder genauso machen! LG Verena

Viele verneinen also Tests wie die Nackenfaltenmessung, Organscreening oder den Combined Test weil man sein Kind so oder so lieben wird. Ich persönlich finde diese Einstellung gut, denn jedes Kind hat Liebe verdient und jedes Kind sollte so geliebt werden wie es ist. Und auch Kinder mit Down Syndrom oder anderen Behinderungen haben es verdient geliebt zu werden und ihr Leben ist ebenso lebenswert wie das eines gesunden Kindes!
In gewissen Situationen allerdings sind pränatale Untersuchungen sehr wohl wichtig, und können sogar ausschlaggebend für das Überleben des Kindes sein. Wenn also im normalen Ultraschall irgendwelche Auffälligkeiten gegeben sind, so finde ich, sollte man unbedingt auf den ärztlichen Rat hören und Tests machen lassen.
So oder so sollte man den Ärzten und auch den Ergebnissen von pränatalen Tests aber meiner Meinung nach immer auch kritisch gegenüberstehen. Der Meinung sind auch einige meiner Kolleginnen:

Warum Tests kritisch gegenüberstehen?

Birgit von Muttis Nähkästchen schrieb:

Ich habe bei beiden Kindern die Nackenfaltenmessung machen lassen – beim ersten Kind wurde es mir eingeredet und beim zweiten haben wir es gemacht, weil wir es eben beim ersten Kind auch gemacht haben. Ich hatte beide Male das Glück, dass das Ergebnis beruhigend war.
Ich finde es bedenklich, dass die Schwangerschaft zunehmend so dermaßen pathologisiert wird. Viele Eltern stürzt das in große Unsicherheiten. Außerdem kommt es auch zu vielen Fehldiagnosen. Wir dürfen nicht vergessen, dass bei solchen Ergebnissen immer nur statistische Wahrscheinlichkeiten zur Anwendung kommen – endgültige Sicherheit gibt es nicht (wie eben überall im Leben).

Kornelia von wurzelinchen schrieb:

Ich habe bei meiner Schwangerschaft weder die Nackenfaltenmessung noch das Organscreening gemacht. Ich hatte statt dem Organscreening einen sehr genauen Ultraschall, bei dem meine Ärztin auch die Organe genau angesehen hat. Ich habe mich bewusst gegen die Nackenfaltenmessung entschieden, denn sie hätte für mich keine Konsequenzen gehabt, egal was herausgekommen wäre. Und nur wegen einer „erhöhten Wahrscheinlichkeit“ wollte ich mir nicht die ganze Schwangerschaft über Sorgen machen. Hätte es bei der Ultraschalluntersuchung Unstimmigkeiten gegeben, hätte ich wohl ein genaueres Screening gemacht, mit der Konsequenz in ein spezielles Krankenhaus zur Entbindung zu gehen (wenn z.B. ein Problem am Herzen, etc. festgestellt worden wäre). Ich stehe diesen Untersuchungen sehr kritisch gegenüber – ja, es ist toll was die heutige Medizin kann, keine Frage. Aber ich glaube auch, dass solche Untersuchungen sehr verunsichern und Frauen vor unglaublich schwere Entscheidungen stellen.

Daniela von welovefamily schrieb in ihrem Artikel Egal ob Bub oder Mädchen, Hauptsache gesund?

Hauptsache, das Baby ist gesund. –  Das wünschen sich doch viele Eltern, oder?

Aber ist es wirklich die Hauptsache? Was ist mit allen Menschen, die nicht gesund zur Welt kommen oder in ihrem Leben erkranken? Vielleicht ist es provokant, aber: Es ist ein egoistischer Wunsch meiner Meinung nach, denn er teilt die Menschen automatisch in „richtig“ und „falsch“, in „normal“ und „behindert“. In „erwünscht“ und „unerwünscht“. In „Glück gehabt“ und „Pech gehabt“. Nicht nur, aber auch aus diesem Grund boomt die Pränataldiagnostik.

Ich bin kein Gegner der Pränataldiagnostik. Ich sehe sie skeptisch. Sie hat ihre Vor- und Nachteile, besonders ethische.

Nun gibt es aber auch viele Mütter die ihr Kind so annehmen möchten wie es ist, egal ob behindert oder nicht, aber dennoch gerne auf alles vorbereitet sein wollen.
Es entscheiden sich also viele Mütter für nicht invasive pränatale Untersuchungen wie die Nackenfaltenmessung und das Organscreening um eventuelle negative Ergebnisse zu erfahren und sich gegebenenfalls auf die Geburt und das Leben mit einem möglicherweise behinderten Kind vorbereiten zu können. So war auch mein Weg damals bei Haylie und so wäre er auch weiterhin, wäre Haylie gesund.
In Haylies speziellen Fall wollte der Gynäkologe einfach mehr Sicherheit durch den Combined Test, denn ein behindertes bzw krankes Kind zu pflegen wäre ja schon Aufgabe genug. Darum machte ich den Test, aber auch weil ich einfach neugierig war.

Lest hier welche Erfahrungen meine Mami-Blogger Kolleginnen machten:

Testen um auf alles vorbereitet zu sein?

Stephanie von 3fach-Jungs Mami schrieb:

Bei meinen ersten beiden Schwangerschaften hatte ich nur die Nackenfaltenmessung machen lassen. Es war mir wichtig. Beim dritten Kind hatte ich eine Risikoschwangerschaft und mir wurde da dann auch zum großen Organscreening geraten. Ich hab’s dann auch gemacht, schließlich wollte ich einfach wissen in alles in Ordnung ist und ich somit in meiner Wunschklinik entbinden kann oder ich doch lieber das weiter entfernte Kinderklinikum in Anspruch nehme. Ich wollte einfach vorbereitet und gut versorgt sein.

Judith von stadtmama schrieb:

Ich habe die Nackenfaltenmessung ausgelassen, das Organscreening aber bei beiden Kindern gemacht. Mein Arzt hat mich nicht gedrängt, mir aber zum Organscreening geraten. Um Bescheid zu wissen, falls etwas auffällig ist. Gezwungen hätte er mich keinesfalls, er meinte, es wäre ihm lieber, wenn ich das nicht auslasse. Beim 3D Ultraschall in der ersten SS hat man eine verstärkte Verkalkung festgestellt und es, ohne mir Panik zu machen, beobachtet und noch einmal geschallt. Zum Thema Nackenfaltenmessung: Eine wirklich auffällige Nackenfalte würde auch bei meinem Gyn am Ultraschall schon auffallen. Ich will gar nicht wissen, wie viele Eltern sich eine Abtreibung aufgrund einer auffälligen Nackenfaltenmessung überlegen. Ich halte diese Untersuchung im Zweifelsfall zwar nicht für Unsinn aber definitiv für belastend.

Anja von Gänseblümchen & Sonnenschein schrieb:

Ich habe sowohl Nackenfaltenmessung als auch Organscreening machen lassen, aber nicht als Sorge. Ich dachte mir einfach, sollte etwas nicht optimal laufen, haben wir Zeit uns auf sie Situation einzustellen oder vorzubereiten. Meine Ärzte waren alle großartig und haben mich gut informiert, ich hatte nicht das Gefühl verrückt gemacht zu werden.

Daniela von die kleine Botin schrieb:

Ich habe alle vorgesehenen Tests gemacht und war aber nicht mit dem Gefühl dort, nach etwaigen „Krankheitsanzeichen“ zu suchen, sondern fand es immer toll, mein Baby zu sehen! Auch in der zweiten Schwangerschaft wurden alle Untersuchungen gemacht, meine Gynäkologin hat auch noch öfter geschallt und mir damit große Freude gemacht. Allerdings finde ich es sehr bedenklich, wenn von Seiten des Arztes gedrängt wird, wenn man Untersuchungen nicht machen lassen möchte.

Meinungen sind also sehr verschieden und das ist auch gut so. In jedem Fall ist Information gut, aber zu viel kann auch wieder nicht so gut sein und sehr verunsichern. Jede Mama muss diese Entscheidung selbst treffen, und am besten ist dabei auf sein Herz und sein eigenes Gefühl zu hören. Dann wird die Entscheidung in jedem Fall die Richtige sein.

Wir ließen wie gesagt den Combined Test machen auf Anraten und Wunsch meines Gynäkologen und die Ergebnisse sind sehr gut! Es gibt kein wirkliches Risiko auf Trisomie 13, 18 oder 21 und somit kann sich mein Gyn. und auch ich entspannen und erstmal davon ausgehen, dass alles perfekt passen wird.

Das Carrier Screening dagegen war wirklich notwendig für mich. Ich musste einfach die Gewissheit haben das mein Partner kein Träger des Tay-Sachs Gens ist. Das war essentiell für mich. Essentiell für eine entspannte Schwangerschaft und eben auch um gegebenenfalls früh genug eine Entscheidung treffen zu können.

Und so hart das klingen mag, und so sehr ich daran glaube, dass jedes Leben lebenswert ist, auch das Leben eines Tay-Sachs Kindes wie Haylie, kann ich nicht sagen ob ich mich im Falle des Falles vielleicht doch gegen diese Schwangerschaft entschieden hätte. Ich weiß nicht wie ich gehandelt hätte. Ich weiß nicht ob und wie ich die Kraft aufbringen hätte sollen ein weiteres Kind an dieser Krankheit langsam sterben zu sehen. Ich weiß es einfach nicht.

Was ich aber nun weiß ist das mein Lebensgefährte Stefan kein Träger des Tay-Sachs Gens ist! Der Bluttest in London deckte zwar nur die gängigsten Mutationen ab, aber auch der Enzymtest war unauffällig und das beruhigt mich/uns schon sehr!

Das bedeutet das egal was jetzt noch kommt unser Kind mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit kein Tay-Sachs haben kann! 100%ig sicher kann man leider ja nie sein, aber das Risiko ist gleich null!

Für uns waren diese Tests also ein Segen, beruhigend, und haben mir geholfen mich mehr über meine Schwangerschaft und mehr auf mein Baby zu freuen! Auf meine kleine Orange  🙂 Weitere Tests werden wir nicht machen lassen, denn die Ängste die wir hatten sind nun aus dem Weg geräumt, somit gibt es keinen Grund mehr für weiterführende Untersuchungen.

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